Zero Waste Home – Glücklich leben ohne Müll – Buchrezension & WeihnachtsgeWinnspiel!

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Als das mit Zero Waste bei mir anfing, hatte ich noch keine Ahnung, dass es für das, was ich mache, einen Begriff gibt. Keine Ahnung, dass es schon bald ein Lifestyle-Begriff ist, daraus eine globale Bewegung wird, eine Welle an Unverpackt-Ladeneröffnungen nach sich zieht, ich dadurch so viele interessante Menschen und Sichtweisen entdecke und keine Ahnung, dass ich, weil aufgrund fehlender Literatur über den Zero Waste Lebensstil, wöchentlich Anfragen von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Doktorandinnen bekomme, die mich dazu interviewen möchten.

Aber, ganz am Anfang, bin ich auch auf Bea Johnson und ihren Blog gestoßen. Ohne sie wäre wahrscheinlich und ganz bestimmt „Zero Waste“ nicht das, was es heute ist. Sie hat sich getraut, sie hat es benannt, sie hat es einfach gemacht und andere motiviert, es auch auszuprobieren. Vor zweieinhalb Jahren habe ich mit ihr ein paar Mails hin- und her geschrieben, als ou – original unverpackt in Berlin sein wahnsinnig verrückt erfolgreiches Crowfunding laufen hatte und sie verriet mir, dass sie auf der Suche nach einem deutschen Verleger für ihr bis dahin nur auf Englisch erschienenen Buch „Zero Waste Home“ ist, dass ich mir selbst damals als E-Book gekauft hatte. Read more

Advent, Advent!

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Eine der besten Erkenntnisse in unserem Zero Waste Leben war die, dass man nichts haben oder machen muss, „weil man das so macht“. Und deshalb haben wir in diesem Jahr auch nicht aufwendig viel Zeit damit verbracht, einen Adventskranz zu binden oder einen fertigen aus garantiert nicht nachhaltig und regional angebautem Grün gekauft, bei dem man die Hälfte dann im Restmüll entsorgen muss.

Während ich also am ersten Adventswochenende mit einer guten Freundin und den Boys unsere 2. Fuhre 2016er-Plätzchen gebacken habe, hat Orlando aus dem Rest „Herbststrauß“ unserer Lieblingsfloristin und ein paar frischen Zweigen ein schnelles, kleines, schönes Arrangement gezaubert, das haargenau Read more

SIMPLY ZERO in der NIDO!

Copyright Marina Weigl

Anfang des Jahres hatten wir Besuch von Ulf Pape, einem guten alten Bekannten aus Hamburg – Mein Mann Orlando und er sind mal so was wie verhaftet worden bei einem nächtlichen Schwimmbadbesuch vor einigen Jahren. Seit längerem beschäftigt er sich mit den Themen Cradle2Cradle und Zero Waste, brachte für sein eigenes Magazin FALL schon eine Ausgabe komplett über alle Arten von Müll und textet auch für SPIEGEL, MANUAL, GQ und andere. Nun trafen wir uns ganz legal und offiziell im Auftrag der Zeitschrift NIDO, Ulf begleitete uns im Familienalltag zwei Tage lang und guckte, was wir so treiben und wie Zero Waste mit zwei kleinen Kindern funktioniert. Die wunderbare Marina Weigl kam dann noch zum Fotomachen vorbei, nahm kurzerhand unsere monatliche Müllansammlung mit – was nicht ganz fair war, weil in der Weihnachtszeit immer etwas mehr anfällt als gewöhnlich, aber wir sind eben auch nur normale Leute – und mittlerweile ist der ganze Artikel online auf NIDO.de zu lesen. Viel Spaß! Read more

Zero Waste ist Kinderkram!

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Seit ich 2012 mein und damit unser Familienleben auf „Zero Waste“ umgestellt habe, werde ich immer wieder gefragt, ob es denn nicht schwierig ist, auf so Vieles zu verzichten, vor allem wegen der Kinder. Aber eigentlich finde ich, wir verzichten nicht. Eher ist es so, dass wir viel mehr genießen. Besser essen, besser leben. Wir verzichten nur auf das, was wir nicht brauchen, was uns nicht gut tut. Und mit Zero Waste passiert das ganz automatisch, weil man nicht mehr unreflektiert Dinge anhäuft. Höchstens vielleicht gepopptes Amaranth, aber das ist eine andere Geschichte… Man sollte sich immer fragen, ob etwas die Qualität hat, an der man lange Freude haben kann. Und das gilt vor allem auch für Kinderkram.

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Köln wird unverpackt!

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Vor zwei Jahren saß ich das erste Mal mit Olga an einem Tisch. Im Café. Und wir fanden kaum ein Ende. Daran hat sich nichts geändert. Wenn wir uns treffen, am Besten zusammen mit unseren Männern Gregor und Orlando, labern wir stundenlang, schmieden Pläne, tauschen uns aus, so oft schon viel der Satz: „Man müsste mal…“ Olga und Gregor sind echte Träumer. Und noch mehr Macher. Sie hatten keinen Bock mehr auf Verpackungsmüll. Also haben sie angefangen, ihre Lebensmittel in Großgebinden zu bestellen und so auch uns die Möglichkeit gegeben, unseren Einkauf zero waste zu organisieren. Einer glücklichen Fügung ist es zu verdanken, dass sie diesen Sommer nun das Ganze offiziell machen und, Achtung!, den allerersten Kölner Laden für Unverpacktes eröffnen wollen. Read more

Kaufst du noch oder leihst du schon? Die Kleiderei ist da!

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Eine der ersten Freundschaften, die ich hier in Köln geschlossen habe, ist die mit Lena, Modedesignerin und Kölner Modekulturbereicherin mit vielen tollen Ideen. Damals hatte sie gerade ihr erstes Atelier eröffnet, ein kleines schnuckeliges abgeranztes Idyll, das man über eine abgeranzte Betontreppe erreichte, bei der rechts und links Konzertplakate und Spraydosenkritzeleien prangten. Draußen vor der Tür fuhren Züge entlang, und glücklicherweise, das machte dieses ganze Großstadtträumchen perfekt, lag genau dazwischen ein Stück Wiese. Auf der stand oder saß man dann mit haufenweise coolen Menschen, hörte gute Elektromukke und trank Bier mit Blick auf den Sonnenuntergang.

Kategorie: Beste Momente des Lebens.

Soviel zu meinen Lieblingslebensmomentaufnahmen. Die allererste Praktikantin, die Lena für ihr damals gegründetes Label Trinkhallen Schickeria hatte, war Thekla. Die während ihres Studiums in Hamburg mit Freundin Pola die Kleiderei Read more

ReDesign. Die Buchrezension. Upcycling ganz anders.

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Wusstet ihr, dass wir im Schnitt nur 20 % unseres Kleiderschranks wirklich nutzen?! Der Rest wird selten bis nie getragen! Passt nicht, ist kaputt oder einfach in Vergessenheit geraten unter all den anderen Teilen.

Aber was damit machen?! Ich hatte diesen Monat die Gelegenheit, in ein brandneues Buch zum Thema Upcycling reinzuschnuppern und ich kann euch schon jetzt verraten, dass ReDesign von Sonja Wöhrenschimmel-Wahl alias der Bloggerin Frau Jona&son nicht zu diesen flippig verspielt bunten Bastelbüchern gehört, die man sonst so in die Hände bekommt!

01 DIE BASIS

Wer den legendären Frustausbruch „Ich hab nix zum Anziehen!!“ kennt, dem gibt die Autorin im ersten Teil des Buches eine Anleitung, den eigenen Kleiderschrank zu überarbeiten, so dass sich zwangsläufig schon mal ein Körbchen mit potentieller ReDesign-Ware bildet. Read more

Osterhase. Wo sind deine Eier?

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Nein, das soll keine Anspielung sein. Hugo mit seinen 2 Jahren erzählt vielmehr schon seit Wochen, dass bald der Osterhase mit seinen Eiern kommt. Und wir Eltern? Sind fast ein bisschen aufgeregt, weil es das erste Osterfest bei uns ist, an dem WIR die Eier verstecken dürfen! Was unsere Planung betrifft, halten wir es recht simpel. Suchen und Finden der Eier ist schon der Hit für unsere kleinen Buben. Der religiöse Ursprung bestimmt unser Osterwochenende genauso wenig wie das Geschenkeding. Es ist einfach eine schöne Gelegenheit, sich eine besondere Zeit als Familie zu machen. Read more

Weltfrauentag, Grußkampagne, Verlosung und ein Filmtipp.

Women Farmers from Maliba Union in Kasese

Man kann ja nicht immer über Zero Waste schreiben und als Frau ist der Weltfrauentag ein perfekter Anlass, mal einen Schwenk zu machen. Als ich 2012 diese Reise machte, von der ich immer mal wieder erzähle, wollten mein Mann Orlando und ich möglichst viel Strecke auf dem Landweg zurücklegen. Um ein Gefühl für Entfernungen zu bekommen und um häppchenweise die Unterschiede der Kulturen und Regionen zu erleben. Über Österreich, Slovenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland, Türkei mit dem Auto, wo gerade so eine Matratze in den Laderaum passte. Wir lebten quasi draußen. Den Iran haben wir leider überflogen. Indien machten wir hauptsächlich mit staatlichen Linienbussen Strecke. Am Tag. Damit wir was mitkriegen. Es war eine irre tolle Reise, die uns einen Blick auf bis dahin uns völlig unbekannte Welten gewährt hat. Und ich erinnere mich noch an das Gefühl, nach über 100 Tagen wieder auf meinem Heimatboden zu stehen und mir mehr als jemals zuvor Read more

Meine (fast) Zero Waste Schokolade.

OBC_Neue_Tafeln_2014_PackshotIch werde oft gefragt, wie ich das mit dem verpackungsfreien Einkaufen mache. Verstehe ich total, damit hat man jeden Tag zu tun und Müll runterbringen nervt. Aber auch, wenn das Ganze seinen Anfang mit den Müllmengen in Indien nahm, bedeutet Zero Waste für mich nicht nur primär, den täglichen Verpackungsmüll zu vermeiden. Es bedeutet vor allem auch, seine Zeit, sein Geld, seine Energie für gute Entscheidungen zu nutzen.

Ich liebe Schokolade. Die ist immer verpackt. Noch viel schlimmer wiegt aber die Herstellung. Kakaobohnen sind wie Kaffee eines der Produkte, die in ihren Anbauländern unter menschenunwürdigsten Bedingungen, unterirdisch miserabler Bezahlung, Kinderarbeit und Zerstörung des Lebensraum von Mensch, Tier und Pflanze gewonnen werden. Eigentlich Gründe genug, absolut überhaupt keine „normale“ (wieso darf eigentlich die kranke Variante immer „normal“ genannt werden?!) Schokolade mehr zu kaufen. Nur was, wenn sie zum Glücklichsein irgendwie ja doch dazugehört?

Als ich im Februar beim salonfestival eingeladen war, um von unserem Zero Waste Leben zu erzählen, lernte ich Philipp Kauffmann, den Gründer von Read more