Pitschpatsch zum Weltwassertag.

Wasser01Wasser ist toll und Wasser ist Leben. Wasser ist Menschenrecht, sagt die UN. Am 22. März ist Weltwassertag und wo wir hier reichlich von haben, fehlt es in gigantischer Menge anderswo. Oft sind wir nicht ganz so unbeteiligt, wie wir das vielleicht glauben und hoffen…

Zur Feier des Tages ein paar Projekte, die viel und viel Gutes für sauberes Wasser tun und Weiterbildungsangebote für euch gibt es auch noch von mir. Fast wie Ostern, nur ohne Suchen :)

THE OCEAN CLEANUP ist ein Projekt des, ja, blutjungen (Jahrgang 1994), Niederländers Boyan Slat, der 2011 beim Tauchen vor Griechenland mehr Müll als Fische sah. Er entwickelte ein Konzept, das  3 Jahre später großen Erfolg im Crowdfunding hatte und innerhalb von 4 Monaten knackte er seine Zielmarke von 2 Millionen US-Dollar. Die Idee besteht aus 50 km langen, V-förmig angeordneten Schläuchen, die an der Meeresoberfläche schwimmen und am Meeresboden durch Gewichte an ihrem Platz bleiben. Sie sammeln 90 Prozent des schwimmenden Plastikmülls ab einer Größe von 20 mm, ohne den Lebensraum von Fischen und anderen Meerestieren und -pflanzen zu schädigen. SUPPORT!

VIRTUELLES WASSER. Trinken, Waschen, Putzen, Klospülen – rund 120 Liter frisches Wasser verbraucht ein Durchschnittsdeutscher am Tag. Das ist aber nur ein winziger Teil unseres gesamten Wasserverbrauchs: Rechnet man auch das Wasser ein, das zur Herstellung von Produkten benötigt wurde, sind es mehr als 3.900 Liter bei jedem Deutschen.

Ob Kleidung, Papier oder Lebensmittel – bei der Herstellung wird unter Umständen sehr viel Wasser verbraucht oder verschmutzt. Dieses Wasser nennt man das „virtuelle Wasser“, das in jedem Produkt steckt. Und weil vieles, was wir kaufen, aus anderen Ecken der Welt kommt, nutzen wir durch unseren Konsum dort die Wasservorkommen mit – und tragen im schlimmsten Fall zu Wassermangel und Umweltverschmutzung bei. Noch bis Ende April könnt ihr euch dazu in der arte-Mediathek den Beitrag „Virtuelles Wasser“ ansehen.

WASSER FÜR ALLE? Nestlé-Konzernchef Peter Brabeck-Letmathe ist der Meinung, Wasser sollte grundsätzlich einen Marktwert haben. Im Wasserbusiness ist er eh schon fett drin, mit Marken wie San Pellegrino, Vittel, PureLife und Anderen deckt sein Konzern sämtliche Preissparten ab. Firmen, die Wasser abzapfen, gibt es zwar viele, doch ist es auffällig, dass gerade in Entwicklungsländern der Markt mit aufbereitetem Trinkwasser von Global Playern wie PepsiCo., Coca Cola oder eben Nestlé dominiert wird. Wie unbekümmert besonders Letztere mit den knappen Wasservorräten umgeht, zeigt der Dokufilm „Bottled Life“ sehr eindrucksvoll. Infos dazu auf der Homepage, hier ein Ausschnitt:

Wasserneutral uG., das sind Sebastian und Christoph aus Hamburg, die mit ihren kompostierbaren Bambuszahnbürsten und anderen Produkten aus ihrem HYDROPHIL-Shop dem Schutz und Support von Wasser verschrieben haben. Ein Teil der Einnahmen geht an die Organisation Viva con Aqua, durch die sich die beiden auch kennengelernt haben. Auf dem Blog, den die Beiden leidenschaftlich betreiben, könnt ihr ständig interessante Fakts zum Thema finden, über Aktionen und andere Startups lesen und mehr über die HYDROPHIL-Idee erfahren. In meinem Trinkwasser-Post empfehle ich euch übrigens deren schönen Bügelflaschen aus Glas, die auch schon reichlich und im Stoffbeutel von der AstA Hamburg an Erstsemester verteilt wurden.

Hydrophil01

Viva con Agua, auch in meinem Blogpost WASSER MARSCH! erwähnt, versteht sich als Netzwerk von Menschen und Organisationen, das sich für einen menschenwürdigen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung einsetzt. Der FC St. Pauli-Spieler Benjamin Adrion, 2005 im kubanischen Trainingslager mit der problematische Trinkwasserversorgung der Menschen dort konfrontiert, rief die Organisation zusammen mit der Welthungerhilfe ins Leben, wurde dafür sogar mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Verdient, denn VcA hat es in wenigen Jahren geschafft, Wasser als angesagtes Produkt auf hunderten von Veranstaltungen zu repräsentieren, in jeder guten Bar zu platzieren und über den großen Erfolg und die öffentliche Aufmerksamkeit seinem Ziel treu zu bleiben. Die Finanzen sind transparent, das Konzept mit Spaßfaktor und nachdem ich mich selbst mit VcA beschäftigt habe, empfehle ich es euch besten Gewissens und ohne Aber! Und die Flaschen sind noch so formschön, bitte einfach mit Leitungswasser auffüllen, so wünscht es sich auch Viva con Agua von euch!!

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