Zeig mir deinen Müll und lerne!

Copyright Gregg Segal
(c) Gregg Segal

Komm, ich sag dir wer du bist. Echt jetzt!
Nein, den Papiermüll zu durchwühlen, um an Kontonummern oder sonstiges Privatzeug anderer Leute ranzukommen, ist echt nicht mein Ding, aber es gibt ein paar Idioten, die mit solchen Infos was anfangen wollen. Und ansonsten, der Müll, was soll er schon sagen… Jede Menge!

Fast 9 kg wirft jeder Deutsche pro Woche in den Müll. US-Bürger noch ein wenig mehr und Gregg Segal, amerikanischer Fotograf hat 2014 eine Serie publiziert, in der er seine Familie, Nachbarn, Freunde in ihrem 7-Tage-Müll liegen lässt. Im Abfall liest man, wie das Leben der Studenten, des Akademikerpaares mit Kind, des Mittvierzigers aussieht. Wahnsinn der riesige Berg an Convenience-Produkten oder dass jemand (alleine?!) 24 Eier in einer Woche schafft!! Kein Wunder auch, dass sich, und das sieht man ebenfalls in den Fotos, Viele ziemlich unwohl fühlten. Mit der schieren Masse und auch der Art ihres Drecks. Und mir kommt das Wort Müllleiche in den Sinn…

(c) Gregg Segal
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Aber: Euren eigenen Müll kennenzulernen kann ein echtes Highlight und „Aha!“ auf dem Weg zu mehr Zero Waste sein.
Iiihhh erstmal, aber zumindest bei mir ist mit der Zeit etwas passiert: Ich finde meinen Müll nicht mehr eklig. Und das liegt daran, dass ich weiß, woraus er besteht. Dass ich weiß, welcher Müll nutzlos und welcher gut ist. Betrachtet ihr z.B. euren Biomüll als wertvoll, da er am schnellsten und einfachsten wieder zu seinem Ursprung wird, die Basis für Leben und Nahrung bildet und gerade deshalb nicht mit anderem Müll (zu dem auch „Bioplastik“ zählt) mischt, werdet ihr feststellen, dass so behandelter Biomüll nicht stinkt. Es sei denn, er ist sehr fleischlastig…Aber wenn Fleisch, dann esse ich es lieber, als es in den Müll zu werfen.
Also setzt euch doch mal hin und stöbert ein bisschen. Und schaut euch an, welchen Müll in eurem Mülleimer ihr wirklich braucht und welcher bei näherer Betrachtung überflüssig ist. Wir hatten viel Verpackungsmüll von Obst und Gemüse. Käse und Wurst. Tetrapacks und Dosen. Und besonders für diese Dinge konnten wir relativ problemlos auf Unverpackt umsteigen. Vielleicht machen wir auch mal ein Foto im Abfall.

Welche Art Müll habt ihr hauptsächlich? Wie oft müsst ihr zur Mülltonne? Und würdet ihr euch auch so fotografieren lassen? Dann her damit!

(c) Gregg Segal
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