Zahnpasta? Selbstgemacht. Basta.

Zahnpasta01 Zahnpasta ist ne tolle Erfindung. Sie steigert die Reinigungswirkung beim Zähneputzen… klingt super wichtig. Aber selber machen? Ja. Auf jeden Fall!

Zahnpasta gehört zu den Dingen, die zerowastemäßig einigermaßen desaströs sind. Wir benutzen sie täglich, die Packung ist schnell leer und in der Regel bleibt beim Wegschmeißen auch ordentlich was in der Tube. Die ist wie so vieles aus Plastik, manchmal auch aus Aluminium, dann aber natürlich mit Plastikbeschichtung = woll’n wir nich.

Aber es kommt doch auf den Inhalt an?! Auch hier, wenn ihr mal genau hinseht (meine „Krankheit“ ist, Inhaltsstofflisten zu lesen, wenn ich mal einer Verpackung begegne), nicht so schön. Was soll sie tun? Saubermachen. Was braucht man dafür? Putzkörper. Und der Rest einer Tube besteht aus Schaumbildner, Netz- und Feuchthaltemittel, Geschmacks- und Aromastoffen (bei Kinderzahnpasta gerne Erdbeer-, Kaugummi-, oder Feenstaubgeschmack), Konservierungsmittel sowie Farb- und Zusatzstoffen. Klingt alles ziemlich überflüssig. Es gibt noch einige andere Inhaltsstoffe und das bekannte und teilweise umstrittene Fluorid.

Mein Mann hatte zum Thema „Zahnpasta selbermachen“ lange Vorbehalte, weil es hauptsächlich Rezepte in Pulverform gibt, das war ihm irgendwie suspekt. Und genau wie bei den normalen Industrieprodukten gibt es viele verschiedene Varianten, weshalb auch ich das Ganze lange vor mir herschob und lieber erstmal auf große Tuben umstiegt, um wenigstens Verpackung zu sparen. Dann bin ich auf das Rezept von Lauren gestoßen. Weil ich aber immer wieder, auch von zahnärztlicher Seite, gehört habe, dass Backpulver den Zahnschmelz abreiben kann, machte ich meine eigene Variante daraus:

2 EL Kokosöl flüssig

1 EL Calciumcarbonat Pulver

etwas Xylit oder Stevia (das grüne ist bitterer als das weiße!)

20-30 Tropfen Minzöl

Alles vermischen und in ein sauberes Glas füllen. Nun könnt ihr mit einem kleinen Spachtel oder Löffel die Zahnpasta auf die Bürste dosieren.Zahnpasta02

Derzeit benutzen wir gerade die Pulvervariante, aber hier kommen die Pro’s und Contra’s zum Kokosöl-Ding:

+ Ihr braucht zum Putzen kein Wasser, das Öl regt den Speichelfluss an.

+ Das Gefühl nach dem Putzen ist sehr angenehm. Mann und Kind sind auf diese Variante direkt angesprungen.

+ Kokosöl wirkt entzündungshemmend. Unser Zahnfleisch ist top! Fragt unseren Zahnarzt! Nicht mal eine Zahnreinigung kann er uns mehr verkaufen, sagt er selbst ;-)

+ Wenn ihr keine Möglichkeit habt, die Produkte unverpackt zu bekommen, spart ihr dennoch super viel ein. Kokosöl im Glas, verschiedene Größen im Bioladen, dort bekommt ihr auch ätherisches Öl. Calciumcarbonat, auch Schlämmkreide genannt, könnt ihr z.B. hier bestellen oder direkt in eurer Apotheke. Dort kommt es aber durchaus auch in Plastik, einfach nachfragen!

Unsere persönlichen Nachteile dieser Variante möchte ich euch nicht vorenthalten:

– Das Öl kann, tropft es beim Putzen, Flecken auf eurer Kleidung hinterlassen. Ich liebe Seide und da geht es leider auch nicht so super easy wieder raus…

– Uns ist es einmal „umgekippt“, man sollte also unbedingt auf hygienische Zubereitung achten. Es ist halt ein Produkt ohne zusätzliche Konservierungsstoffe.

– Es wird im Vergleich zu Zahnpulver relativ viel Pulver benötigt, auch vom ätherischen Öl braucht man deutlich mehr, irgendwie wird es vom Kokosöl geschluckt.

Thema Fluorid: Wir konnten uns nicht so recht entscheiden, ob wir unserem Sohn mit oder ohne Fluorid etwas Gutes tun, deshalb putzen wir morgens mit selbstgemachter Variante, abends haben wir EINE gemeinsame Zahnpasta von La Vera mit überschaubaren und verständlichen Inhaltsstoffen und einer Flourid-Dosierung, die für Kinder unter 6 Jahren geeignet ist. Für uns eine gute Kombi und ob ihr’s glaubt: Dem Sohn schmeckt sie besser als das Kindergel, was wir mal für ihn gekauft hatten.

Na, wer traut sich von euch, wieder mal was Neues auszuprobieren??

 

 

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