Jetzt.Kein.Müll.Mehr.

Warum 2018 der perfekte Zeitpunkt für „zero waste“ ist!

Ein neues Jahr ist immer irgendwie ein Neuanfang. Vor allem, weil das ganze Weihnachtsklimbim auch jedes Mal etwas Katerstimmung zurücklässt. Ich liebe die Tage mit unserer Familie, wenn wir alle etwas zur Ruhe kommen, dem Alltagsstress entfliehen, denn  am Ende eines Jahres ist zuverlässig die Luft raus. Der Konsumrausch der Weihnachtszeit aber stresst mich jedes Jahr mehr.

Kurz vor Weihnachten unterhielt ich mich mit unserem entzückenden Paketboten, denn natürlich  kam er im Dezember auch bei uns regelmäßig vorbei. Alle Bewohner des Hauses haben bestellt. Wir auch, ein paar Weihnachtsgeschenke, ein paar Dinge für unsere neue Wohnung, gebrauchte Kinderkleidung.  Der hatte an einem einzigen Tag 100 Pakete in unserer Straße zu verteilen. 100 Pakete für 58 (Mehrfamilien-)Häuser!  Tatsächlich ist es so, dass der Verbrauch in den letzten zwei Monaten des Jahres sprunghaft ansteigt, von Jahr zu Jahr wächst der Papiermüllberg am Jahresende. 2017 um die 10 Prozent zum Vorjahr, das wird sich auch in den nächsten Jahren so fortsetzen. Die Konsumartikel kommen in einer umfangreichen Verpackung an, werden ausgepackt und wieder neu verpackt. Meist in schlecht recycelbares, weil beschichtetes, Geschenkpapier.

Papier kann man bis zu sieben Mal recyceln, danach muss es mit Frischfasern gemischt werden. Recyclingpapier – auch wenn die Akzeptanz dafür noch nicht so hoch ist – steht dem Frischfaserpapier mittlerweile in nichts nach.   Die Bilanz bei Kunststoffen ist um einiges schlechter. Und hier müssen wir nun kreativ werden, denn:

China will unseren Müll nicht mehr!

Letztes Jahr gingen 1,5 Millionen Tonnen Altkunststoff aus Deutschland an China und Hongkong. Jetzt schiebt China dem Mülltourismus einen Riegel vor. Und Deutschland bleibt auf seinen Plastikbergen sitzen. Die Medien sind voll von dieser Nachricht und es ist etwas Tragikkomödie dabei, denn kaum irgendjemand  kommt dabei mal auf die Idee, den ganzen Müll zu reduzieren. Landauf landab denkt man über Möglichkeiten der Verwertung und Entsorgung. Dabei liegt es doch eigentlich auf der Hand: Weniger Müll = Weniger Müll, den man entsorgen muss!

Deshalb: Nehmt euer Glück selbst in die Hand. In Form von unverpacktem Obst und Gemüse. In Form von Stofftaschen wie diese oder diese statt Einwegtüten. In Form von weniger, dafür gebrauchten Sachen, die nicht mehr verpackt sind. In Form von Erlebnissen statt Zeug.  Und eines meiner absoluten Verpackungseinsparungshighlights: Beim Essen die doppelte Menge machen und Einfrieren. Denn wie das bei berufstätigen Eltern und auch allen Anderen oft so ist: Wir sind  froh, wenn’s manchmal schnell und bequem geht!!

Fangt mit kleinen Schritten an, seid offen für Neues und lasst die Veränderung zu, die „zero waste“ in euer Leben bringen kann!

Mich interessieren brennend eure Versuche, Fails und  Wins, also postet sie doch einfach mit dem Hashtag #zerowastechallenge bei Instagram und verlinkt mein Profil @simplyzero_de, damit ich nichts verpasse! Viel Spaß und wenig Müll :)

 

 

 

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