Booklaunch – Wir feiern! – Gewinnspiel

[werbung] Was ist ein Booklaunch ohne Party…?! Eben!

Und deshalb feiern wir die Veröffentlichung von „Müllkommanix – ohne Abfall lebt’s sich leichter“ ganz standesgemäß im Kölner Coworking Space Colabor – Raum für Nachhaltigkeit. Die beste Gelegenheit für mich, meiner alten Heimat mal wieder einen Besuch abzustatten. Und irgendwie gehört das auch so. Die ersten Babysteps Richtung Zero Waste habe ich in Köln gemacht, die nächsten Schritte auch. Und in den Jahren, die ich dort gewohnt habe, viel Inspiration gefunden und tolle Menschen mit Ideen getroffen. Eben auch die Crew vom Colabor!

Feiert mit mir den Booklaunch von „Müllkommanix – Ohne Abfall lebt’s sich leichter“ im Colabor.

Zu Gast ist Lena von der Kleiderei Köln, Nicole von THE GOOD FOOD und andere wunderbare Menschen.

Das Programm

19 Uhr Einlass
19:30 Lesung „Müllkommanix – Ohne Abfall lebt’s sich leichter“ mit Verena Klaus
Danach Musik, Getränke, Schnittchen und Schnack.

Natürlich gibt es auch das Buch an diesem Abend und als besonderes Goodie die limitierte Müllkommanix-Bag mit einem Zero-Waste-Starterset, die ihr am Abend vor Ort erwerben könnt.

Müllkommanix-Starterset

Stoffbeutel und Gemüsenetze von TANTE OLGA Köln Unverpackt
20% Discount auf ein Kleiderei Köln 3-Monate-Probeabo
Bambus-Zahnbürste von HYDROPHIL
Zahnputztabletten
Goldeimer-Klopapierrolle
Peelingseife, von Verena persönlich hergestellt, benutzt sie selbst zuhause
+ exklusive „Müllkommanix“-Bag.

Das Colabor ist klein und fein. Sichert euch also am Besten im Vorverkauf euer Ticket, ganz einfach online! Restkarten gibt es dann an der Abendkasse.

GEWINNSPIEL!! [GESCHLOSSEN]

Ich verlose 1 x 2 Gästelistenplätze und eine Müllkommanix-Bag dazu! Einfach bis 30.09.2018 ein Kommentar für mich da lassen.*

ICH FREU MICH AUF EUCH!!

*Bei mehreren Teilnehmern entscheidet das Los. Der Gewinn ist nur einlösbar am 2.10.2018 ab 19 Uhr im Colabor – Raum für Nachhaltigkeit. Die Müllkommanix-Bag kann dort auch zu einem späteren Zeitpunkt noch abgeholt werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es besteht weder Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns noch auf Schadenersatz bei Ausfall der Veranstaltung.

Warum zerowaste nicht = verpackungsfrei ist.

Kürzlich war ich in einer Radiosendung live zu Gast. Auf dem Nachhauseweg machte ich noch einen Schwenk zum Supermarkt und während ich mit meinem Rad dorthin fuhr, ließ ich den Radioauftritt nochmal Revue passieren. Und fragte mich dann, wie sehr ich wohl in Zukunft darüber nachdenken muss, was ich einkaufe. Schließlich kann es immer mal vorkommen, dass jemand hinter mir an der Kasse steht, mein Buch oder einen Bericht über mich gelesen hat und sich wundert, warum da bei mir ne Packung Schokolade, Nudeln, Butter, was auch immer, auf dem Band liegt und nicht nur Unverpacktes. Predigt sie Wasser und trinkt Wein? 

Als ich kurz nach diesen Gedanken also an der Supermarktkasse stehe, liegen bei mir Schokolade, Gummibärchen und eine Plastikflasche Essigessenz auf dem Band. Und genau hinter mir reiht sich eine Bekannte ein, für deren Veranstaltungsreihe ich vor einiger Zeit einen Zero-Waste-Abend gemacht habe. Eigentlich wohnt sie in einer ganz anderen Stadt und wir haben uns seit einer Ewigkeit nicht mehr gehört und gesehen. Ich fühle mich ertappt, als sei ich offiziell Nichtraucherin und hätte gerade eine Packung Zigaretten gekauft. Zumal ich ihr gleich erzählen werde, dass ich ein Buch geschrieben habe… Und egal, was ich zu meiner „Verteidigung“ vorbringe, es klingt fadenscheinig.

Nur wie kommt es, dass ich ein Buch über Zero Waste schreibe und dann selbst verpacktes Zeug kaufe?! Ganz einfach: Immer wieder sage ich, dass wir eben nicht alles unverpackt kaufen. Wir kaufen viele Sachen gar nicht mehr, weil es sie nicht unverpackt gibt,  sie uns nicht so gut schmecken und zu viele Inhaltsstoffe haben, die ich kaum aussprechen kann.

Aber es gibt eben auch – leider – einiges, was wir wie fast alle Anderen verpackt kaufen. Lebensmittel wie Nudeln und Reis wollen wir bald mit einer Einkaufsgemeinschaft zusammen in Großgebinden bestellen, möchten aber nichts überstürzen, weil wir noch keine 100%ige Lösung zur sicheren und hygienischen Aufbewahrung haben. Bei uns im Haus sind die Motten schneller im Mehl, als man gucken kann und wir möchten auf keinen Fall große Mengen kaufen, um dann die Hälfte wegschmeißen zu müssen, weil sich Schädlinge breitgemacht haben. 

Und bei manchen Lebensmitteln habe ich selbst den Verpackungstest gemacht. Ich habe das Gewicht der Großpackung mit dem Gewicht der kleinen Tütchen verglichen. Das Ergebnis sprach sehr deutlich für die Tütchen. Mal abgesehen davon, dass man gerade bei Süßigkeiten ja bei größerer Packung meist auch viel mehr isst. 

Schokolade, da ist sich meine Familie einig, ist unverzichtbar. Sowohl geschmacklich als auch von den Herstellungsbedingungen und der Transparenz haben wir hier unsere Favoriten ganz klar im Bereich „verpackt“. Ich esse lieber wenig Schokolade, dafür mit Genuss.

Und was ist mit der Essigessenz? Dafür bin ich vor allem beim Supermarkt vorbei, die kaufe ich seit Jahren dort in der Glasflasche und benutze sie für Salat ebenso wie zum Putzen. Und plötzlich steht sie da in Plastik im Regal… *

Zero Waste ist für mich nie nur „unverpackt“. Zero Waste heißt nicht nur „Null Müll“, sondern auch „Null Verschwendung“. Und dafür finde ich es wichtig, dass alle Aspekte mit einbezogen werden. Ein neues T-Shirt bleibt ein neues T-Shirt, auch wenn wir es im Laden ohne Verpackung bekommen. Es hat auf seinem Produktionsweg in vielfacher Hinsicht Müll produziert, wertvolle Ressourcen verbraucht, Gewässer verschmutzt, für unfaire Bezahlung gesorgt und wurde sehr wahrscheinlich einen sehr weiten Weg in einer luftdichten Einwegverpackung transportiert, um dann hier im Laden ausgepackt und ordentlich auf einen – möglicherweise Einweg-Bügel gehängt zu werden. 

Wenn ich jede Woche für ein Stück Käse oder Fleisch, dass ich direkt vom Bauern unverpackt bekomme, 20 Kilometer mit dem Auto fahre, habe ich in vielfacher Hinsicht entgegen „zero waste“ gehandelt. Wenn ich aber diesen Ausflug nur einmal im Monat mache und auch dafür nutze, mal aus der Stadt rauszukommen, mit den Kindern Tiere zu gucken oder vor Ort in Ruhe einen Kaffee und ein Stück Kuchen zu essen. Wenn ich dafür den Rest des Monats einfach kein Fleisch esse und neben Käse auch ein paar Gemüse-Brotaufstriche, Pesto, Kräuter auf den Tisch stelle, dann passt die Bilanz wieder. Man sollte nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass alles Unverpackte besser ist. Bei vielen Dingen ist das Beste, sie einfach gar nicht zu kaufen. Und bei manchen eben, einfach mal ab und zu Ausnahmen zu machen.

*Ich habe kurz darüber nachgedacht, nochmal in der Drogerie zu gucken, ob es sie da noch im Glas gibt. Das wäre aber zeitlich ein Aufwand, der nur wenig Erfolgsaussichten birgt. Denn: Wenn sich diese Firma für eine Plastikflasche entschieden hat, wird es die nun überall geben. Mittlerweile habe ich noch einen anderen Anbieter gefunden, der seine Essig-Essenz in Glasflaschen anbietet und werde die Augen offenhalten, um beim nächsten Mal auf diesen zurückzugreifen. Auch wenn das geringere Gewicht der Plastikflasche bei längeren Lieferwegen von Vorteil ist, löst die Säure des Essig schädliche Bestandteile aus dem Plastik, weshalb ich den Essig nicht für unser Essen verwenden werde.