Müllkommanix

[WERBUNG] Oh wow, lange habe ich damit hinterm Berg gehalten, weil ich es selbst nicht so glauben konnte. Dann war ich wahnsinnig beschäftigt damit, alles auf die Reihe zu bekommen. Vor zwei Tagen hielt ich das gute Stück dann echt und wirklich in den Händen. Und jetzt ist es soweit:

Heute erscheint mein Buch: Müllkommanix!

Warum ein Buch über Zero Waste?! Die Antwort ist recht einfach: Ich wurde gefragt, ob ich Lust habe, ein Buch zu schreiben. Und ja, natürlich hatte ich das. Allein schon, weil ich mich so um den restlichen Arbeitsalltag drücken konnte, der mir zu dem Zeitpunkt weit weniger Spaß machte ;) Vor allem aber, weil mir immer wichtig war, auch Menschen zu erreichen, die sich mit dem Thema noch nicht auseinander gesetzt haben. Oder nicht wissen, wie sie anfangen sollen. Oder gerade mal wieder etwas Schubkraft brauchen. Oder denen „nur“ unverpackt einkaufen nicht mehr reicht.

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Einpacken und Abfahren! [Werbung]

Das Fahrrad – seit seiner Erfindung das demokratischste und am weitesten verbreitete Fortbewegungsmittel auf dieser Erde – gibt es schon über 200 Jahre und es beschäftigt in den letzten Jahren so einige, die sich mit dem Thema Mobilität in der Stadt auseinandersetzen. Ständig gibt es irgendeinen Zeitungsartikel oder TV-Beitrag dazu, wie man Fahrräder und mehr Lebensqualität rein in die Städte bekommt. Noch bis Ende dieser Woche zeigt das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt am Main die Ausstellung FAHR RAD! Die Rückeroberung der Stadt, zu der auch ein Buch erschienen ist. 

Hier geht es aber diesmal nicht ums Darum, Ob und Warum. Sondern um das Wie. Denn in den letzten 200 Jahren hat sich beim Fahrrad einiges getan und ich möchte euch ein Cargo-Bike* vorstellen, das mich schon lange interessiert und das ich dieses Jahr endlich auf Herz und Nieren testen konnte! Nämlich, das ist mal klar: Wer Personen oder Lasten transportieren muss und weder Lust auf Parkplatzsuche hat noch Geld für Parktickets verschwenden will, sollte sich nach einer Alternative in der Stadt umsehen. Denn im Schnitt verbringt jeder Deutsche pro Jahr 41 Stunden damit, einen Parkplatz zu suchen. Von der Zeit, die wir im Stau stehen, mal ganz zu schweigen…

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Bike vs. Car – Unser Sommerurlaub.

Seit diesem Sommer haben wir nach sechs Jahren Freiheit wieder ein Auto. Dafür gibt es gute Gründe und sobald möglich, werde ich das Auto auch gerne wieder los. Aber, so wie wir dieses Jahr erstmals mit eigener Familienkutsche in unseren Urlaub aufgebrochen sind, so konnten wir vor Ort so viel wie nie mit dem Fahrrad fahren. Es war eine wunderbare Sommerreise, zwei Wochen besuchten wir Freunde in verschiedenen Städten, zwei Wochen erholten wir uns von der Großstadthitze, an der Ostsee und im familiären Ferienhaus in den Vogesen. Trotz meines starken Fernwehs, das mich seit Monaten begleitet und unseren vagen Plänen einer Weltreise war es für diesen Sommer genau richtig, nicht ganz so viele Kilometer zu machen. Bis auf die Flensburger Förde waren uns keine Ziele gänzlich unbekannt und doch gab es überall neue Entdeckungen.

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Auffüllen bitte. Refill Deutschland

Einkaufen ohne Verpackung ist nicht immer einfach. Je nachdem, wo man wohnt, hat man gute, schlechte oder gar keine Möglichkeit, trockene Lebensmittel unverpackt zu kaufen. Mit frischem Obst und Gemüse klappt es meist ganz gut.

Wo ich mich immer wieder wundere, ist: Wasser. Das Lebenswichtigste überhaupt. In Deutschland eigentlich problemlos aus dem Hahn zapfbar. Und manchmal doch so unerreichbar. Auf Festivals z.B. gibt es nach wie vor so gut wie keine Wassertanks, an denen man sich Trinkwasser abfüllen kann. Aber auch im Zug, im Wald, in der Stadt. Read more

DIY – Vogelfutterhängerle. Mal langsam und mal schnell.

Gestern war in unserem Waldorfkindergarten der erste Gartenkreis des Jahres. Solange es nicht in Strömen regnet, treffen wir uns dort einmal die Woche mit unseren Kindern im Garten der Kita und erhalten dieses kleine Paradies. Ich liebe diesen Ort. Wenn ich an die letzte Kita meines Sohnes Hugo zurückdenke… ein kahler Hof, zur Hälfte gepflastert, zur Hälfte mit Sand gefüllt, drumherum  3 Meter hohe Mauern (in den städtischen Kölner Kitas hatte man immer latente Angst, es könnten Pädophile über den Zaun gucken… Ich mache keine Witze!), alles in einer Palette aus Beigetönen. Der Wiesbadener Waldorfkindergarten heißt „Sonnenhang“ und tatsächlich ist es dort oben immer ein paar Grad wärmer als bei uns zuhause. Der Garten bietet viele Verstecke für die Kinder, tausend Spielmöglichkeiten und es ist wunderbar zu sehen, dass sie in einer solchen Umgebung nur wenig Extraspielzeug brauchen. Aber natürlich wird dieser Garten nicht von selbst so, denn, wie das in den Waldorfkindergärten eben so ist: Read more

(K)ein Stück Schokolade?

die-gute-schokoladeHeute ist der Tag des Baumes und auch wenn Köln angeblich zu den grünsten Städten Deutschlands gehört, habe ich doch immer wieder Sehnsucht nach einem „richtigen“ Wald. So wie ich ihn aus meiner Kindheit kenne. 5 Minuten Fußweg bis dorthin. Ohne Verkehrslärm. Mit Dickicht zum Verstecken und Wildschweine suchen. Zum Unbeobachtetsein. Da muss man schon weit weit rausfahren, wohnt man in der Großstadt. So. Das fehlt hier.

Was fehlt noch? Lebt man zero waste und kauft möglichst nur Dinge ohne unnötige Verpackung, dann fehlt auf jeden Fall, zumindest mir: Schokolade!! Und wie bekomme ich jetzt die Kurve zurück zum Baum?! RICHTIG! Ich drück ein Auge zu, was die Verpackung betrifft, kaufe 3 Tafeln Vollmilch und pflanze einen Baum. Die schönste Sünderei für mich und auf jeden Fall ein Grund, mal die guten Vorsätze über Bord zu werfen, ist nämlich Die gute Schokolade in fairtrade, bio und eben mit der wunderbaren Mission, haufenweise Bäume zu planzen, überall auf der Welt.

 

DIY – Ostereierei. Unsere Zero Waste Sekundendeko.

Es ist Anfang April und ich kann mich nicht erinnern, ob ich  2017 schon mal eine komplette 4-Tage-Arbeitswoche hatte. Immer ist jemand krank, die Tagesmutter renoviert, die Handwerker brauchen doch viel länger als angekündigt, wieder einer  krank,  dann gleich mehrere… Also haben wir 2 Wochen vor Ostern natürlich auch noch keine Ostereier gefärbt, irgendwas gebastelt und die zwei, drei Osterdekoartikel liegen in unserem Sekretär, da liegen sie sicher, seit Wochen suchen wir den passenden Schlüssel zur Sekretärtür.

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Zero Waste Home – Glücklich leben ohne Müll – Buchrezension & WeihnachtsgeWinnspiel!

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Als das mit Zero Waste bei mir anfing, hatte ich noch keine Ahnung, dass es für das, was ich mache, einen Begriff gibt. Keine Ahnung, dass es schon bald ein Lifestyle-Begriff ist, daraus eine globale Bewegung wird, eine Welle an Unverpackt-Ladeneröffnungen nach sich zieht, ich dadurch so viele interessante Menschen und Sichtweisen entdecke und keine Ahnung, dass ich, weil aufgrund fehlender Literatur über den Zero Waste Lebensstil, wöchentlich Anfragen von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Doktorandinnen bekomme, die mich dazu interviewen möchten.

Aber, ganz am Anfang, bin ich auch auf Bea Johnson und ihren Blog gestoßen. Ohne sie wäre wahrscheinlich und ganz bestimmt „Zero Waste“ nicht das, was es heute ist. Sie hat sich getraut, sie hat es benannt, sie hat es einfach gemacht und andere motiviert, es auch auszuprobieren. Vor zweieinhalb Jahren habe ich mit ihr ein paar Mails hin- und her geschrieben, als ou – original unverpackt in Berlin sein wahnsinnig verrückt erfolgreiches Crowfunding laufen hatte und sie verriet mir, dass sie auf der Suche nach einem deutschen Verleger für ihr bis dahin nur auf Englisch erschienenen Buch „Zero Waste Home“ ist, dass ich mir selbst damals als E-Book gekauft hatte. Read more

SIMPLY ZERO in der NIDO!

Anfang des Jahres hatten wir Besuch von Ulf Pape, einem guten alten Bekannten aus Hamburg – Mein Mann Orlando und er sind mal so was wie verhaftet worden bei einem nächtlichen Schwimmbadbesuch vor einigen Jahren. Seit längerem beschäftigt er sich mit den Themen Cradle2Cradle und Zero Waste, brachte für sein eigenes Magazin FALL schon eine Ausgabe komplett über alle Arten von Müll und textet auch für SPIEGEL, MANUAL, GQ und andere. Nun trafen wir uns ganz legal und offiziell im Auftrag der Zeitschrift NIDO, Ulf begleitete uns im Familienalltag zwei Tage lang und guckte, was wir so treiben und wie Zero Waste mit zwei kleinen Kindern funktioniert. Die wunderbare Marina Weigl kam dann noch zum Fotomachen vorbei, nahm kurzerhand unsere monatliche Müllansammlung mit – was nicht ganz fair war, weil in der Weihnachtszeit immer etwas mehr anfällt als gewöhnlich, aber wir sind eben auch nur normale Leute – und mittlerweile ist der ganze Artikel online auf NIDO.de zu lesen. Viel Spaß! Read more

Zero Waste ist Kinderkram!

Seit ich 2012 mein und damit unser Familienleben auf „Zero Waste“ umgestellt habe, werde ich immer wieder gefragt, ob es denn nicht schwierig ist, auf so Vieles zu verzichten, vor allem wegen der Kinder. Aber eigentlich finde ich, wir verzichten nicht. Eher ist es so, dass wir viel mehr genießen. Besser essen, besser leben. Wir verzichten nur auf das, was wir nicht brauchen, was uns nicht gut tut. Und mit Zero Waste passiert das ganz automatisch, weil man nicht mehr unreflektiert Dinge anhäuft. Höchstens vielleicht gepopptes Amaranth, aber das ist eine andere Geschichte… Man sollte sich immer fragen, ob etwas die Qualität hat, an der man lange Freude haben kann. Und das gilt vor allem auch für Kinderkram.

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