Zero Waste ist Kinderkram!

Seit ich 2012 mein und damit unser Familienleben auf „Zero Waste“ umgestellt habe, werde ich immer wieder gefragt, ob es denn nicht schwierig ist, auf so Vieles zu verzichten, vor allem wegen der Kinder. Aber eigentlich finde ich, wir verzichten nicht. Eher ist es so, dass wir viel mehr genießen. Besser essen, besser leben. Wir verzichten nur auf das, was wir nicht brauchen, was uns nicht gut tut. Und mit Zero Waste passiert das ganz automatisch, weil man nicht mehr unreflektiert Dinge anhäuft. Höchstens vielleicht gepopptes Amaranth, aber das ist eine andere Geschichte… Man sollte sich immer fragen, ob etwas die Qualität hat, an der man lange Freude haben kann. Und das gilt vor allem auch für Kinderkram.

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Weltfrauentag, Grußkampagne, Verlosung und ein Filmtipp.

Man kann ja nicht immer über Zero Waste schreiben und als Frau ist der Weltfrauentag ein perfekter Anlass, mal einen Schwenk zu machen. Als ich 2012 diese Reise machte, von der ich immer mal wieder erzähle, wollten mein Mann Orlando und ich möglichst viel Strecke auf dem Landweg zurücklegen. Um ein Gefühl für Entfernungen zu bekommen und um häppchenweise die Unterschiede der Kulturen und Regionen zu erleben. Über Österreich, Slovenien, Kroatien, Montenegro, Albanien, Griechenland, Türkei mit dem Auto, wo gerade so eine Matratze in den Laderaum passte. Wir lebten quasi draußen. Den Iran haben wir leider überflogen. Indien machten wir hauptsächlich mit staatlichen Linienbussen Strecke. Am Tag. Damit wir was mitkriegen. Es war eine irre tolle Reise, die uns einen Blick auf bis dahin uns völlig unbekannte Welten gewährt hat. Und ich erinnere mich noch an das Gefühl, nach über 100 Tagen wieder auf meinem Heimatboden zu stehen und mir mehr als jemals zuvor Read more

Meine (fast) Zero Waste Schokolade.

OBC_Neue_Tafeln_2014_PackshotIch werde oft gefragt, wie ich das mit dem verpackungsfreien Einkaufen mache. Verstehe ich total, damit hat man jeden Tag zu tun und Müll runterbringen nervt. Aber auch, wenn das Ganze seinen Anfang mit den Müllmengen in Indien nahm, bedeutet Zero Waste für mich nicht nur primär, den täglichen Verpackungsmüll zu vermeiden. Es bedeutet vor allem auch, seine Zeit, sein Geld, seine Energie für gute Entscheidungen zu nutzen.

Ich liebe Schokolade. Die ist immer verpackt. Noch viel schlimmer wiegt aber die Herstellung. Kakaobohnen sind wie Kaffee eines der Produkte, die in ihren Anbauländern unter menschenunwürdigsten Bedingungen, unterirdisch miserabler Bezahlung, Kinderarbeit und Zerstörung des Lebensraum von Mensch, Tier und Pflanze gewonnen werden. Eigentlich Gründe genug, absolut überhaupt keine „normale“ (wieso darf eigentlich die kranke Variante immer „normal“ genannt werden?!) Schokolade mehr zu kaufen. Nur was, wenn sie zum Glücklichsein irgendwie ja doch dazugehört?

Als ich im Februar beim salonfestival eingeladen war, um von unserem Zero Waste Leben zu erzählen, lernte ich Philipp Kauffmann, den Gründer von Read more

Die Weihnachts-Wishlist #3. Zeug statt Zeit.

Nachdem ich Nah- und Fernwehfrau euch meine Weihnachtsreisegeschenkempfehlungen ausgeschrieben habe, kommen wir nun zur Kategorie „KonsumKonsum“. Denn auch als Zero Waster gibt es ein paar Dinge, die ich gut und passend finde und falls man merkt, dass einer der Liebsten wirklich einen ganz dringenden, leidenschaftlichen, tollen Wunsch hat, der von sonst niemandem erfüllt wird, dann kann man das schon auch mal machen, oder? Und wie und wo und was erfahrt ihr hier. P.S.: Das möglicherweise etwas weise Schlusswort befindet sich am Ende des Textes. Read more

Die Weihnachts-Wishlist #2. „Gute Reise“…

…sagte schon der Paulaner in der Indienwerbung. Äh, hab ich das gerade echt geschrieben?! Andersrum!

Also, an Weihnachten ist der Jesus geboren. Und dann hat er Geschenke bekommen. Allesamt sicherlich sehr unverpackt. Und Weihrauch, Gold und Myrrhe kann man auch eh immer gebrauchen. Wieso und warum wir dann angefangen haben, UNS zu beschenken? Keine Ahnung. In meiner Familie ist es, und das kennen bestimmt Einige, etwas ausgeartet. Wir haben stundenlang Geschenke ausgepackt, hinterm Sofa türmte sich der Geschenkpapierberg höher und höher und kurz vor Mitternacht waren wir dann „endlich“ durch damit.

Das Ritual selbst war immer schön und lustig und wann sonst im Jahr Read more

Die Weihnachts-Wishlist #1. Kinderaugenleuchten.

KaufmannsladenJaja, Weihnachten…Ich mach es kurz: Geschenke sind für Kinder toll und zero waste zu schenken einfach.

WIE?!

  • Qualität vor Quantität
  • Regionale Produkte vor Importware
  • Unikat vor Massenprodukt
  • Handwerk vor Fließbandarbeit
  • Furoshiki vor Geschenkpapier. Auch hier oder auch so.
  • Reparierbarkeit vor Wegwerfmentalität
  • Mechanisch vor Elektrisch
  • Unverpacktes vor Verpacktem

WAS?! Read more