(K)ein Stück Schokolade?

die-gute-schokoladeHeute ist der Tag des Baumes und auch wenn Köln angeblich zu den grünsten Städten Deutschlands gehört, habe ich doch immer wieder Sehnsucht nach einem „richtigen“ Wald. So wie ich ihn aus meiner Kindheit kenne. 5 Minuten Fußweg bis dorthin. Ohne Verkehrslärm. Mit Dickicht zum Verstecken und Wildschweine suchen. Zum Unbeobachtetsein. Da muss man schon weit weit rausfahren, wohnt man in der Großstadt. So. Das fehlt hier.

Was fehlt noch? Lebt man zero waste und kauft möglichst nur Dinge ohne unnötige Verpackung, dann fehlt auf jeden Fall, zumindest mir: Schokolade!! Und wie bekomme ich jetzt die Kurve zurück zum Baum?! RICHTIG! Ich drück ein Auge zu, was die Verpackung betrifft, kaufe 3 Tafeln Vollmilch und pflanze einen Baum. Die schönste Sünderei für mich und auf jeden Fall ein Grund, mal die guten Vorsätze über Bord zu werfen, ist nämlich Die gute Schokolade in fairtrade, bio und eben mit der wunderbaren Mission, haufenweise Bäume zu planzen, überall auf der Welt.

 

Meine (fast) Zero Waste Schokolade.

OBC_Neue_Tafeln_2014_PackshotIch werde oft gefragt, wie ich das mit dem verpackungsfreien Einkaufen mache. Verstehe ich total, damit hat man jeden Tag zu tun und Müll runterbringen nervt. Aber auch, wenn das Ganze seinen Anfang mit den Müllmengen in Indien nahm, bedeutet Zero Waste für mich nicht nur primär, den täglichen Verpackungsmüll zu vermeiden. Es bedeutet vor allem auch, seine Zeit, sein Geld, seine Energie für gute Entscheidungen zu nutzen.

Ich liebe Schokolade. Die ist immer verpackt. Noch viel schlimmer wiegt aber die Herstellung. Kakaobohnen sind wie Kaffee eines der Produkte, die in ihren Anbauländern unter menschenunwürdigsten Bedingungen, unterirdisch miserabler Bezahlung, Kinderarbeit und Zerstörung des Lebensraum von Mensch, Tier und Pflanze gewonnen werden. Eigentlich Gründe genug, absolut überhaupt keine „normale“ (wieso darf eigentlich die kranke Variante immer „normal“ genannt werden?!) Schokolade mehr zu kaufen. Nur was, wenn sie zum Glücklichsein irgendwie ja doch dazugehört?

Als ich im Februar beim salonfestival eingeladen war, um von unserem Zero Waste Leben zu erzählen, lernte ich Philipp Kauffmann, den Gründer von Read more